| Süchtig |
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Dienstag, 16. Juli 2013
The Story.
justforhurt, 23:34h
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr Essen seht euch davor ekelt? Es das schlimmste für euch ist, etwas zu essen? Es dann aber doch tut, und nicht mehr aufhören könnt? Und dann, wenn ihr gegessen habt so viel ihr könnt, nur noch kotzen wollt, euch die Hand so lange in den Rachen rammt bis alles aus euch ist? Ihr 4 mal am Tag auf die Waage steigt mit Panik und Tränen in den Augen aus Angst, zugenommen zu haben? Ich kenne das, ich bin 15 Jahre und habe Bulimie, nein, eigentlich hab ich keine Bulimie, jedenfalls rede ich mir das immer und immer wieder ein, insgeheim weiß ich eigentlich aber genau was ich da tue. Damit aufhören? Die versuche scheitern, es ist einfach Alltag geworden, es ist „normal“ nach dem Essen auf der Toilette zu verschwinden, ohne dass jemand etwas mitbekommt. Meine beste Freundin hab ich zur Zeit nicht, sie ist in der psychatrischen Klinik eingewiesen worden. Der Grund? Bulimie. Und Selbstverletzendes Verhalten. Ritzen. Sich zu schneiden, um Druck abzubauen wenn es einfach wieder zu viel wird. Um sich danach besser zu fühlen. Auch an mir sind Narben zu erkennen. Und ein blutiger Oberschenkel. Wissen tut das niemand, wie auch? Mir geht’s ja gut, jedenfalls denkt das jeder. Ich selbst bin mir da nicht so sicher, auch wenn ich mir einrede, dass doch alles passt. Wie es gekommen ist? Angefangen zuzunehmen hat das alles durch meinen Vater, als er gestorben ist. Mit 37. Verkehrsunfall. Ich war gerade mal in der 2.Klasse, mein Vater war mein ein und alles, und auf einmal nicht mehr da. Mit meiner Mutter verstand ich mich noch nie gut. Ja, ich glaube ich bin darüber heute noch nicht hinweg, obwohl das ganze jetzt schon 7 Jahre her ist. In der Schule wurde ich ausgeschlossen. Der Grund? Du hast keinen Vater mehr und wir schon. Und ich nahm nochmehr zu. Ich weiß nicht wieso, aber ich nahm damals 20 Kilo zu. Dann wurde ich ausgeschlossen mit der Begründung ich sei zu dick, und ja verdammt, ich war zu dick, ich war fett, ich bin immernoch fett und ja, ich möchte abnehmen, aber ich kann nicht. Mit 12 Jahren steckte ich dann in den Depressionen, hatte Selbstmordgedanken während andere sich auf dem Spielplatz vergnügten, und meine Mutter handelte. Eine Therapie. Ich wusste nicht, was dort auf mich zukommt, und es war grauenhaft. Von der Therapeutin fertig gemacht, wegen meinen Problemen ausgelacht. Meine Mutter? Die hat mir das nie geglaubt, mich weiter hingeschickt, ich glaube die Konfrontation damit und dass ich von der Person, die mir eigentlich helfen sollte, ausgelacht werde war der Grund, weshalb ich mir die Fingerkuppen anfing aufzubeißen, meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen, und ja, auch meine Arme blutig zu schneiden. Lange konnte ich das nicht verstecken, ein halbes Jahr ging das gut. Als meine Mutter das merkte musste ich nie wieder zur Therapie. Das Ritzen stellte sich dann auch für ein viertel Jahr komplett ein. Jedoch wurden dann meine Figurprobleme immer schlimmer. Ich wurde eigentlich die letzten Jahre nie beleidigt deswegen, aber ich selbst konnte damit nicht leben, nicht dünn zu sein oder beim Shoppen nach größeren Kleidergrößen als die anderen suchen zu müssen. Als ich mal wieder einen Fressanfall hatte und ich vor Übelkeit kaum noch laufen konnte steckte ich mir das erste mal den Finger in den Hals. Ich fühlte mich danach erleichtert, mir ging es gut. Und das wiederholte sich immer öfter.
Mittlerweile stehe 4 mal am Tag auf der Waage und Essen in mir zu behalten fällt mir immer schwerer und passiert immer seltener. ... link (1 Kommentar) ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.16, 23:47 status
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Hallo...
Mensch das hört...
Hallo... Mensch das hört sich ja echt schlimm... by kaempferin85 (2013.07.16, 23:47) |
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